Hochzeitsfotografie – Der richtige Moment

Hochzeitsfotografie – Der richtige Moment

Hochzeitsfotografen haben einen entscheidenden Anteil daran, wie das Brautpaar einen Ihrer schönsten Tage im Leben in Erinnerung behält. Deshalb ist es wichtig, bei der Wahl des Fotografen auf gewisse Dinge zu achten – und selbst ein paar Vorbereitungen zu treffen.

Ringe, Brautkleid, Anzug, Location – ein Brautpaar hat im Vorfeld seiner Hochzeit einige Entscheidungen zu fällen. Nicht zuletzt gehört natürlich auch die Wahl eines geeigneten Fotografen dazu. An Auswahl mangelt es nicht, denn heutzutage bieten viele Studios auch Hochzeitsfotografie an. Doch nach welchen Kriterien sollten Braut und Bräutigam eines auswählen?

Ein Blick auf die jeweilige Internetseite und das Portfolio, aber auch ein unverbindlicher Besuch im Studio verrät zunächst einiges über den Stil und die Professionalität des Fotografen. Empfehlungen von Freunden können ebenfalls hilfreich sein, wobei nicht jeder Fotograf für jede Feier geeignet ist.

“Ich kenne Brautpaare, die mit ihrem Fotografen überhaupt nicht zurechtgekommen sind”, sagt Alexandra Gor. Sie arbeitet in Kooperation mit ihrer Mutter, einer Stylistin, Visagistin und Fotografin, in einem Fotostudio (Nouvelle Studio Bremen). Seit über einem Jahr fotografiert die 21-jährige auf Hochzeiten, unter anderem die von Aaron und Semra Hunt im Park Hotel – und ist überzeugt: “Die Sympathie zwischen Brautpaar und Fotograf ist wirklich sehr wichtig.” Schließlich begleitet dieser Braut und Bräutigam häufig den ganzen Tag lang. Eine positive Grundstimmung ist da von Vorteil.

Zudem sollte sich das Brautpaar bei der Buchung sicher sein, dass es sich gut aufgehoben fühlt und die Ergebnisse seinen Vorstellungen entsprechend werden. Im Nouvelle Studio Bremen von Iryna Gor trifft sich deshalb die Fotografin bereits einige Monate vor der Trauung mit den zukünftigen Eheleuten, um die Wünsche und Erwartungen sowie Ablauf des Tages zu besprechen. Ein weiterer Termin wird außerdem kurz vor der Hochzeit vereinbart.

“Für den Fotografen ist es auf jeden Fall gut, wenn das Brautpaar bereits weiß, was es haben will”, sagt Alexandra Gor. “Aber ich rate auch oft, vor dem nächsten Treffen noch eine Pro- und Kontra-Liste anzufertigen, mit Wunschmotiven und solchen, die für sie gar nicht gehen.” Wer es lieber natürlich statt hochromantisch mag, sollte also betonen, dass er zum Beispiel keine Porträts mit Herzballons oder weißen Tauben wünscht.

Brautpaare können im Übrigen bereit zuvor den Umgang vor der Kamera üben und – trotz aller Aufregung am Hochzeitstag – versuchen, sich gewisse Dinge zu merken, empfiehlt Alexandra Gor: “Für schöne Fotos ist es wichtig, sich langsam und fließend zu bewegen. Wenn die Braut zum Beispiel aus dem Auto steigt, sollte sie sich einen Zeit nehmen.”

Eines müssen Brautpaare nach dem großen Tag dann unbedingt bewahren: “Ein wenig Geduld ist nötig, bis das Paar die Bilder sehen kann. Meist vergehen ein bis drei Monate, weil die Nachbearbeitung von Fotos sowie Videos und das Anfertigen der Fotobücher einfach Zeit braucht.” Die Wartezeit hänge auch davon ab, wie viele Bilder gemacht wurden. “Bei einer großen Hochzeit kommen schon mal 2.000 Fotos zusammen. Die Auswahl und die Postproduktion dauert dann dementsprechend.” 

Und wer sich lieber noch einmal ohne den ganzen Hochzeitsstress ablichten lassen möchte (oder dem das Wetter am großen Tag ein Schnippchen geschlagen hat), kann nach der Hochzeit zum Beispiel ein Studio-Shooting vereinbaren – natürlich im Hochzeitsoutfit. “Das haben wir bereits öfters gemacht. Dabei entstehen zwar andere Motive als im Park oder vor der Kirche, aber die Bilder wirken dann auch professioneller und mit besserer Qualität.” findet Gor.

Bericht aus der Sonderveröffentlichung des Weser Kurier (und Bremen 4u) – Hochzeitsmagazin Bremen, Ausgabe 2013 
geschrieben von Christina Ivanda